Das 18. und die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts waren in Württemberg von einem stetigen Bevölkerungswachstum und einer zunehmenden sozialen Differenzierung geprägt. Während der Raum Balingen das Kernland der Familie blieb, lässt sich eine deutliche geografische Ausbreitung innerhalb Württembergs beobachten.
Die Gründe für diese Binnenmigration waren vielfältig. Die Realteilung – die Aufteilung des Erbes zu gleichen Teilen – führte zur Zersplitterung des Grundbesitzes. Viele jüngere Söhne waren gezwungen, sich anderswo eine Existenz aufzubauen.
Die landwirtschaftlichen Flächen wurden immer kleiner und konnten oft eine Familie nicht mehr ernähren. Viele jüngere Söhne, die keinen Hof erben konnten, waren gezwungen, sich anderswo eine Existenz aufzubauen.
Die aufstrebenden Städte und die sich langsam entwickelnde Protoindustrie boten neue Arbeitsmöglichkeiten. Einige Mitglieder der Familie Luippold zogen in größere Städte wie Stuttgart, Tübingen oder Reutlingen.
